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LAUT yodeln. fern-nah-weit.

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LAUT yodeln. fern-nah-weit. Herausgeber: Christoph Wagner Trikont in Zusammenarbeit mit dem... mehr
Produktinformationen "LAUT yodeln. fern-nah-weit."

LAUT yodeln.
fern-nah-weit.
Herausgeber: Christoph Wagner
Trikont in Zusammenarbeit mit dem Münchner Kulturreferat
VÖ: 18.11.2016

Mit: Erika Stucky, Christian Zehnder, Natur Pur, Yellow Bird, Baka Beyond, Duo Windbone, Drasch-Reiter und Freinds, Black Patti und den Hornisten der Münchner Philharmoniker.
Am Anfang war das Festival, das LAUT Yodeln-Festival. Veranstaltet von Trikont und dem Münchner Kulturreferat, die gemeinsam jenes „unartikulierte Singen aus der Gurgel“ einem großen Münchner Publikum bekannt machen wollten. Es war im Juni 2016, das Wetter war schön, die Menschen kamen zu Hauf und es wurde in Workshops, beim Frühschoppen im Fraunhofer und vor allem im Münchner Volkstheater und in der Allerheiligen Hofkirche gejodelt. Nicht immer nur laut, aber immer sehr eindrucksvoll und immer das alte Vorurteil widerlegend, das Jodeln sei nur ein alpenländisches Phänomen. Ob in Amerika, Afrika, der Südsee oder in Südosteuropa, in der Schweiz, in Österreich und Bayern ja sowieso, überall wird in unterschiedlicher Manier gejodelt.
Und um zumindest einen Teil dieser intensiven Tage dokumentieren zu können, haben wir die beiden Konzerte mitgeschnitten – und hier ist sie nun, zum guten Abschluss unseres schönen Festivals: die LAUT Yodeln-CD.


Jeder, der den Film „Mars Attacks“ gesehen hat, erinnert sich daran, wie die Marsmenschen auf dem Weg zur Weltherrschaft nur durch einen kraftvollen Cowboy-Jodler von Slim Whitman gestoppt werden können. Der Sound zerschmettert die Helme der Eindringlinge, ihre Köpfe werden zu grünem Pudding und die Welt ist mal wieder kurz vor knapp gerettet.
Dass der nicht nur in den USA bekannte Countryjodler Jimmie Rodgers (1897-1933) in Nairobi als Heiliger verehrt wird, ist übrigens keine Filmlegende. Hingewiesen sei auch noch auf Vermutungen, dass beim amerikanischen Yodler Elemente von Indianergesängen zu finden sind.
Bart Plantenga, ein DJ aus New York geht in seinem Buch „Yodel-AY-Ee-Oooo. The Secret History of
Yodeling around the World“ über alle möglichen und unmöglichen Formen des Jodelns, ganz
unterschiedlichen Spuren nach. So soll es bei gregorianischen Prost- und Trinkgesängen zu
„quecksilbrigen Ausbrüchen“ kommen, die mit dem Jodeln verwandt sein könnten. Plantenga findet
Zeugenberichte u.a. von einem Frederick Law Olmstead, der in Carolina noch vor dem Bürgerkrieg
schwarze Eisenbahnsklaven eigenartige Laute ausstoßen hörte: „Einen langen, lauten, musikalischen
Ruf, der stieg und fiel und schließlich in ein Falsetto ausbrach.“ Andere Quellen sprechen von diesen
Rufen seit etwa 1750. Bart Plantenga wird auch in Holland fündig. Eine robuste Sängerin und
Jodlerin mit Namen Olga Lowina (1924-1994) wurde als „die Nachtigall mit der Metallkehle“ von
Jodelfans im hohen Norden verehrt.
War das Jodeln in vielen Kulturen ursprünglich ein Verständigungsmittel über weite Distanzen, ein
Wiegenlied oder ein Alarmruf, so entsteht momentan ein fast schon „urbanes Yodeln“ – der
städtische Jodler entwickelt sich quasi aus einer enormen Nachfrage an jodel-interessierten
Menschen. Denn ganz im Gegensatz zum schönen Singen erlaubt das Jodeln durchaus den ein oder
anderen stimmlichen Schlenker und die Angst, als Falschsinger entlarvt zu werden ist bei dieser
Technik völlig überflüssig. Der kraftvolle Ruf von Lauten und Silben und der abrupte Wechsel der
Stimmlagen zwischen Brust- und Kopfstimme macht es eben auch ungeübten Sängerinnen und
Sängern möglich, sich mit Verve ins Zeug zu legen. Da der Jodler zudem ohne Text auskommt,
funktioniert die Verständigung ganz ohne Sprache – eine ideale Kulturtechnik zur Vernetzung
unterschiedlicher Kulturen also.
„Das Jodeln ist näher am Paradies als das Singen“ – findet unser amerikanischer DJ Plantenga, eine
schönere und überzeugendere Einladung zum Hören dieser CD kann es doch gar nicht geben.
Yodel-Stimmen und Pressestimmen zum LAUT yodeln-Festival:
„Jodeln ist immer auch eine Selbstbefreiung. Wir haben die Berge, also was gegen das wir ansingen
müssen. Man hält das ja sonst nicht aus, wenn man die Wände vor sich hat.“ Christian Zehnder
„Ich bin wacher beim Yodeln als beim Reden.“ Erika Stucky
„Erst wenn der Juuz zuende ist sieht man, ob wieder alle lachen, aber während dem Jüzz gehen alle
in sich, sind alle mit dem Gefühl dabei und geben alle das beste, dass es schön tönt. Und dann nch
dem Jüzz sind alle glücklich und zufrieden.“ Natur Pur
„Für mich als Niederbayerin war es eine Möglichkeit, einfach ungestraft einen lauten Schrei zu tun.“
Monika Drasch
„..Wie lebendig diese Gesangsform auch heute noch ist, zeigte eindrucksvoll das Münchner Festival
„LAUT yodeln“ – staunen Sie jetzt über die vielfältigen Formen dieser archaischen
Kommunikationsform.“ 3-Sat
„..LAUT yodeln – ein Festival in München, wahrscheinlich das erste seiner Art und der erneute
Beweis, dass Jodeln nicht nur auf den Alpenraum beschränkt ist. Jodler ordnen die Welt – es gibt
kein halbes Jodeln – Jodeln ist immer jetzt- direkt und unbedingt.
..Eine deutliche Sprache ohne Worte – ein Wirbeln zwischen Kopf- und Bruststimme..“ Cappriccio

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