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Kalenderg’schichten

Text: Carmen E. Kühnl, Fotos: Heinz Feilmayer, Herbert Kuntscher, Carmen E. Kühnl, Anton Hötzelsberger, Raab Verlag, privat

Im Reservierungsbüro im Münchner Hofbräuhaus hängt er an prominenter Stelle: der Kalender für Stadt und Land von Ingrid Schlemmermeyer mit einem Firmeneindruck. »Den schenkt uns bestimmt schon seit 30 Jahren die Mühle in der Nachbarschaft«, erklärt auf Nachfrage der Finanzchef des Hauses. Fast genauso lange gibt es einen anderen Kalender von charakteristischem Zuschnitt: den Oberbaierischen Fest-Täg- und Alte-Bräuch-Kalender aus dem Raab Verlag. »zwiefach« hat sich die beiden Kalender näher angesehen und mit den Kalendermacherinnen gesprochen.

Ein Kalender für Stadt und Land

Ingrid Schlemmermeyer hatte 1983 die Idee zu einem außergewöhnlichen Geschenk für ihre Familie und Freunde. Sie wollte ihnen für das Jahr 1984 einen Kalender aus ihrer eigenen Feder schenken.

Die Grafikerin und Illustratorin ist in Oberstdorf aufgewachsen und hat in München an der Kunstakademie studiert. Den Beruf als Zeichenlehrerin am Dillinger Gymnasium hat sie bald wieder an den Nagel gehängt und stattdessen verschiedenste Illustrations-Aufträge bis hin zu Comics für Werbeateliers ausgeführt. Zuletzt arbeitete sie mit ihrem Mann Jochen im gemeinsamen Grafik-Studio in München-Nymphenburg. Der Grafik-Designer teilte mit ihr die Liebe zum bayerischen Kulturkreis, zur Natur, zu den Bergen, zum Schnee, zum Radln und Segeln, zum Volkstanz und zur aktiven Volksmusik, z. B. im Muggenthaler Viergsang.

Ingrid schwebte ein Wandkalender vor, der auf das Wichtigste reduziert und trotzdem etwas Besonderes sein sollte: Übersichtlich mit Platz für kurze Eintragungen wie Geburtstage, eine Seite pro Monat für Feiertage, Mondphasen, Namenstage, Bauernregeln und einige maßgeschneiderte Skizzen und Vignetten.

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Quellen und Inspirationen

Bei Hoagarten begegnete man der Kraillingerin oft mit einem Skizzenblock, auf dem sie auch Musikanten oder Details von Instrumenten festhielt. Aus diesem Fundus schöpft sie ebenso wie aus Szenen, die sie in der Freizeit erlebt hat. Das Treiben am Ufer des Ammersees findet sich vor allem auf den Seiten der Sommermonate wieder, die Freuden im Schnee oder zur Faschingszeit im Winter. Am Kopf einer jeden Seite steht ein Blick in die oberbayerische Landschaft mit charakteristischen Monatsszenen.

Rückgrat dieses Begleiters durchs Jahr sind natürlich die Kalenderdaten. »Sie werden als Erstes von mir geschrieben. Dann erst kommen die Zeichnungen. Von der Erzdiözese Köln beziehe ich alle Heiligengeschichten und Mondstände. Deren Informationen und insbesondere die Registerarbeit sind hervorragend. Und in Zeiten vom Internet ist diese Recherche viel leichter als früher«, erläutert die Künstlerin...

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