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hoppala

Die Plüschgeige

 

Es war Sommer. Und es war heiß. Wir hatten mit der Plammerberg-Musi einen Spieltermin im Freien hinter uns, es war herrlich gewesen. Am Abend trennten wir uns und jeder ging seiner Wege. Meine Schwester bat mich, ihre Geige doch im Auto mitzunehmen. Sie wollte nicht mit dem zusätzlichen Instrumentenkoffer im Zug unterwegs sein. Kein Problem. Geige ins Auto, nehm ich morgen mit nach Hause.

Am nächsten Tag war es immer noch heiß. Sehr heiß. Ich beschloss also, erst gegen Abend nach Hause zu fahren und überstand die Hitze noch genüsslich an einem Badesee.

Tage später, als ich dann endlich das Auto einmal ausräumte, tauchte da die Geige meiner Schwester auf. Oh, oh… Mir schwante Fürchterliches. Die hatte ich ja ganz vergessen… Ich öffnete den Koffer, um nachzusehen, ob das Instrument die Hitze unbeschadet überstanden hatte. Doch ich bekam die Geige nicht aus dem Koffer raus. Sie klebte irgendwie fest! Erst nach einiger Gewaltanwendung löste sie sich aus dem Kasten. Als ich sie umdrehte, blieb mir fast das Herz stehen: Die Geige hatte ein flauschig-weiches Plüschfell bekommen! Irgendwie musste wohl bei 50 Grad Hitze im Auto der Lack weich geworden sein und sich auf seltsame Weise mit dem plüschigen Innenstoff des Futterals verbunden haben!

Ich habe das Ganze meiner Schwester schließlich gebeichtet. Aber erst, nachdem der Geigenbauer den Schaden wieder behoben hatte und der Lack wieder strahlend erglänzte. Ganz ohne Fell.

Evi Heigl, Augsburg

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