»So lang uns der Humor nicht abhandenkommt, gehts scha na!«

»Geht ein Musikant am Wirtshaus vorbei!«

Echter alpenländischer Musikantenwitz

Liebe Sänger & ­Musikanten, liebe Leserinnen & Leser!

Wer hätte sich gedacht, dass der oben abgedruckte Witz vom Musikanten, der keine Wirtshaustür ungeöffnet passiert, eines Tages Realität wird? In den vergangenen Monaten blieben tatsächlich die allermeisten Zugänge zu Gaststuben verschlossen, Sänger und Musikanten wurden zur Untätigkeit verdammt. Manchmal musste man gar befürchten, dass Kulturgenuss zukünftig nur noch mit dem Zusatz »Singen und Musizieren gefährdet Ihre Gesundheit. Zu Risiken oder Nebenwirkungen befragen Sie den Virologen Ihres Vertrauens.« möglich sein wird. – Glücklicherweise dreht sich grad das Blatt, liebgewordene Rituale kommen zurück, Musik bereichert wieder unser Dasein, die Musikkonserven können wieder vermehrt im Regal bleiben und Online-​Übertragungen werden nach und nach durch reale Zusammenkünfte ersetzt. Daumen drücken und anständig bleiben, damit das auch im Herbst so bleibt!

Ich wünsche allen, dass Ihnen das Lachen in der letzten Zeit nicht vergangen ist, auch wenn ich mich selbst dabei erwischt habe, wie es mir ab und an im Hals stecken geblieben ist. Aber jetzt, wenn wieder fröhlich musiziert werden kann, dann entstehen auch die lustigen Anekdoten, über die man Jahre später noch schmunzeln oder schallend lachen kann. Hermann Härtel aus der Steiermark etwa hat vor einiger Zeit einen Löffelspieler spaßhalber gefragt, in welcher Tonart denn seine hölzernen Löffel gestimmt sind. Der hat bescheiden abgewunken und gemeint, er sei kein Musiker, er spiele nur aus Spaß an der Freud’ mit und drückte dem Hermann die beiden Löffel in die Hand. Der Musikus hat sie kurz angeschlagen, zum Ohr gehalten und bedeutungsvoll gemeint: »Das sind Es-​Löffel!«
Bevor ich Sie jetzt durch unser humorvolles Heft schicke, habe ich noch eine wichtige Neuigkeit mitzuteilen: Wir haben Corona-​Speck angesetzt! Nein, Schmarrn, wir sind gewachsen. Der Bayerische Landesverein für Heimatpflege e.V. mit dem Fachbereich Volksmusik wird sich zukünftig intensiv in der »zwiefach« engagieren. »Wir hoffen dadurch wichtige Synergien auszubauen und Kräfte für weitere großartige Vorhaben freizusetzen«, so Abteilungsleiter Dr. Elmar Walter, der die »zwiefach« zudem künftig in der Redaktionsleitung unterstützen wird. Ja, und dann gibt’s noch einen Neuzugang: Der Landesmusikrat Baden-​Württemberg e.V. hat unser Magazin für sich entdeckt und entsendet den bekannten Musikanten und Kulturmacher Wulf Wager in unsere Redaktion. Wir freuen uns sehr, dass wir auch im Ländle solchen Anklang finden!
So, jetzt aber genug. Ich wünsche, dass allen »zwiefach«-Lesern die Sonne in den nächsten Monaten möglichst viel lacht und verbleibe mit einem Augenzwinkern Ihr und Euer
Roland Pongratz

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