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Editorial zwiefach 03-2020

»Die Quelle kümmert sich nicht um die Launen des Flusses.« Nisargadatta Maharaj (1897 – 1981)

Liebe Sänger & Musikanten, liebe Leserinnen & Leser!

Ich hoffe es geht Ihnen gut!? Ich wünsche es Ihnen jedenfalls von ganzem Herzen! – Als ich vor rund acht Wochen das letzte Mal am PC saß, um ein Editorial für die »zwiefach« zu Papier zu bringen, war die Welt noch halbwegs in Ordnung. In Deutschland war Corona gerade erst angekommen, die Zahl der Infizierten konnte noch an einer Hand abgezählt werden. Inzwischen schaut’s ganz anders aus. Corona bestimmt unseren Alltag, in dem wir uns erst zu Recht finden müssen und kaum haben wir es geschafft, ändert sich schon wieder etwas. Alles ist im Fluss!

Eine komische Zeit, zwischen Entschleunigung und Ausgebremstsein. Vorerst keine Veranstaltungen, auch keine volksmusikalischen, auch keine im privaten Bereich. Bewundernswert, mit welcher Energie und Kreativität sich viele neue musikalische Freiräume in den digitalen Medien, auf Facebook, Instagram, Youtube und Co. schaffen und organisieren. Challenges, Sessions, Wohnzimmerkonzerte … was es da nicht alles zu erleben gibt. Danke all denen, die uns daran teilhaben lassen und uns die Zeit verkürzen!
Aber natürlich kann es die Lust auf das Ausleben unserer Leidenschaft nur bedingt stillen. Wie sehr fehlt uns allen das gemeinsame Singen, Tanzen, Musizieren – das Zuhören und hautnahe Erleben von musikalischen Ereignissen. Viele abwechslungsreiche Angebote sind auch für die nächsten Wochen und Monate geplant, in dieser »zwiefach« sind sie vielfach aufgelistet. Was wirklich stattfinden kann/darf, wird erst nach Redaktionsschluss von Politikern und Virologen beschlossen. Vielleicht wird unser Veranstaltungskalender zur Dokumentation der Pandemie-​Auswirkungen.
Erst vor wenigen Stunden fiel die Entscheidung, dass es in diesem Jahr kein drumherum – Das Volksmusikspektakel geben wird. Zu groß ist das Risiko für die Besucher, für die Mitwirkenden und Helfer. Die Gesundheit soll für die schönste Nebensache der Welt niemand aufs Spiel setzen müssen. So traurig es ist – die Volksmusikwelt wird sich erst 2022 wieder in Regen treffen!
Wird Corona auch Auswirkungen auf unsere musikalische Zukunft haben? Ich könnte mir vorstellen, dass besonders das Musizieren in der Familie wieder entdeckt wird. Volksmusik braucht nicht immer die große Bühne, sie funktioniert eben auch in der Stube, im Wohnzimmer, auf dem Balkon. Sie ist nicht nur identitätsstiftend, sondern vor allem auch generationenverbindend. Vielleicht entdecken wir ja neben der Wichtigkeit einer großen Brettspielesammlung auch die Bedeutung eines gemeinsamen Liedrepertoires je Hausstand wieder – aktive Unterhaltung, selbst gemacht. Das wäre doch was!

Bleibn s’ gsund!
Ihr Roland Pongratz

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