hoppala

Und auf welche Serviettenfarbe schwören Sie?

Ich war mit der Musikgruppe Echo vom Grünten vor ein paar Jahren nach Bad Tölz zum Musizieren eingeladen. Anlass war die Einweihungsfeier des Bergwachtzentrums mit wichtigen Persönlichkeiten, Minister, Bayerischem Rundfunk und Fernsehen. Es gab eine große Bühne, den ganzen Tag Programm, Vorführungen, Musik.

Kurz vor unserem Auftritt holten wir drei uns noch unser Essen. Und wie das bei solchen Feierlichkeiten üblich ist, gab es Schweinebraten mit viel Soße, Knödeln und Blaukraut. Als ich so zu essen anfing, flog mir plötzlich ein Teil des Knödels von der Gabel in den Soßenteller und spritzte mein schönes weißes Hemd in Brusthöhe voll – Schock! Geistesgegenwärtig schnappte ich sofort die nächste Mineralwasserflasche, machte meine Serviette nass und versuchte, die braunen Flecken rauszuwischen. Diese Papierserviette war allerdings – der weißblauen Dekoration angepasst – tiefblau. Nach einigem Rubbeln war der Fleck jetzt allerdings nicht mehr nur braun, sondern auch noch blau – und richtig groß! Wir hatten gerade noch ein paar Minuten bis zu unserem Auftritt und es war keine Zeit mehr ein anderes Hemd zu organisieren. Die einzige Chance, die mir blieb, war, meine gestrickte Jacke anzuziehen und bis zum Hals zuzuknöpfen. Das war vielleicht peinlich! Die ganze Prominenz, das Fernsehen …
Meine beiden Musikerkollegen hatten übrigens nichts anderes zu tun als sich kaputtzulachen. Der eine meinte nur noch lapidar: »Des isch mir au scho mal passiert, aber mei Serviette war rot!«

Peter Baumgartner, Bad Hindelang

Haben Sie auch schon einmal ein ­musikalisches Missgeschick erfahren oder beobachtet? Dann schreiben Sie Ihr Erlebnis auf und schicken Sie es unserer »zwiefach«-Autorin Evi Heigl: evi.heigl@bezirk-schwaben.de

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