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Akkordeon in der Kirche: "Freiluftorgel zum Mitnehmen"

Akkordeon in der Kirche: "Freiluftorgel zum Mitnehmen"

Ein Studientag zeigte im August die vielen Einsatzmöglichkeiten des Akkordeons für die Kirchenmusik.

Text und Foto: Thekla Schulz-Nigmann

Ganze 15 Akkordeons waren ein ungewöhnliches Klangerlebnis beim ersten Studientag Das Akkordeon in der Kirchenmusik im Zentrum Verkündigung in der Markuskirche in Frankfurt. Nach monatelanger Pause wegen der Coronapandemie war es zudem ein besonderer Studientag in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), wie Landeskirchenmusikdirektorin Christa Kirschbaum bei ihrer Begrüßung betonte.

Die Idee, eine Fortbildung für dieses Musikinstrument im Gottesdienst anzubieten, hatte der Propst für Rhein-Main, Oliver Albrecht, als er den stellvertretenden Dekan des Dekanats Gießen, Andreas Specht, bei einer Andacht auf seinem Akkordeon spielen sah. „Es war ein großes Glück, dass die Dekanatskantorin Daniela Werner virtuos auf dem (Knopf-) Akkordeon spielen kann und als Referentin gewonnen werden konnte“, so Albrecht, der seit einigen Jahren selbst mit Begeisterung Akkordeon spielt.

Teilnehmende des Workshops waren vor allem Pfarrer und Pfarrerinnen sowie Organistinnen, die teilweise schon Erfahrungen mit dem Akkordeonspiel, etwa bei Open-Air Gottesdiensten und bei Konzerten in Altenheimen mitbrachten. Ziel des Studientages war es nun, zu erfahren, welche Möglichkeiten es gibt, das Akkordeon im kirchlichen Umfeld einzusetzen. Der Schwerpunkt lag auf der Liedbegleitung und der Gestaltung von Intonationen, erklärte Christa Kirschbaum.

Sowohl in Theorie als auch Praxis zeigte sich Referentin Werner als motivierende Lehrerin. Auf verschiedenen Niveaustufen führte sie die Teilnehmenden an die möglichen Vortragsvariationen heran. Wie viel Orgelklang in einem Akkordeon steckt, wurde dabei schnell klar. Das Akkordeon sei eine „Freiluftorgel zum Mitnehmen“, formulierte Werner das. „Was für eine großartige Chance für Gottesdienste unter freiem Himmel, für Besuche bei alten oder kranken Menschen“, freute sich eine Teilnehmerin.

Trotz der Einschränkungen durch die Coronapandemie, etwa Maskenpflicht beim Bewegen im Haus, Abstandsregeln und Lüftungspausen, waren alle Teilnehmenden mit Eifer bei der Sache. Der bekannte Kirchenchoral Singt Gott, unserm Herrn (EG+95) wurde sogar in einem lateinamerikanischem Rhythmus gespielt. Die Kursteilnehmer zeigten sich davon begeistert. Zur Schlussandacht erfüllten die 15 Akkordeons den großen Kirchenraum mit dem musikalischen Reisesegen Möge die Straße uns zusammen führen. Die Veranstaltung war für alle Beteiligten ein eindrückliches Erlebnis.