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Von den Beatles bis U2: Rockstar Mundharmonika

Von den Beatles bis U2: Rockstar Mundharmonika

Blues ist die Quelle, von der aus die Mundharmonika ihren Weg bis zu Folk und Country fand, und bis zu modernen Pop- und Rocksongs. Die Beatles, Bob Dylan, Bruce Springsteen, Eurythmics, U2, und viele mehr: So manches Mal stand das kleine Ding mit berühmten Musikern auf der großen Bühne.

Text: Christina M. Bauer; Fotos: Warner Music Group, Daniel Kramer Sony Music, Henry Diltz Warner Music Group,

Es quietscht, haucht, tönt und flötet, kaum in Worte zu fassen ist der typische Sound der Mundharmonika. Wir kennen den Klang besonders aus Country, Westernfilmen und Folk. Das so ziemlich kleinste Musikinstrument der Welt ist aber zugleich ein Stück Rockgeschichte. Von den ersten Tagen des Rock und Pop an war es in vielen Bands mit dabei. So wie diese Musikstile selbst kommt das klingenden Kästchen zu einem ordentlichen Teil vom amerikanischen Blues her. Daher wird es bis heute oft als Blues Harp bezeichnet. Die Mundharmonika wurde von vielen Künstlern für Musikrichtungen von Singer-Songwriter über Rock bis Pop entdeckt. Einerseits ist sie klein und handlich, daher passt sie in jede Westen- oder Jackentasche, anders als das verwandte Akkordeon. Trotzdem lässt sich eine Menge aus dem Musikinstrument herausholen. Es kommt nicht von ungefähr, dass etwa die Musikinstrumentenfirma Hohner einige nach Künstlern benannte Signature Modelle anfertigt. Mit dabei ist ein charmantes Exemplar für US-Singer-Songwriter Bob Dylan und ein weiteres für Musiker Billy Joel. Es gibt auch eine Ozzy Osbourne-Mundharmonika, in einer sargförmigen Box. Während manche Pop- und Rocksongs bereits in der Originalversion für eine Besetzung mit Mundharmonika geschrieben wurden, gibt es natürlich eine Menge Covers von anderen Liedern an der Mundharmonika. Hier eine Auswahl an Songs aus der Rock- und Popgeschichte der vergangenen sechzig Jahre, die ohne Mundharmonika kaum vorstellbar wären.

The Beatles, Love Me Do (Harmonika: John Lennon)(Please Please Me, 1962)

Einer der ersten Songs der Beatles, deren Karriere damals erst anfing. Es heißt, bei diesem Lied hätte zunächst John Lennon singen sollen. Da er dann aber Mundharmonika spielte, übernahm Paul McCartney den Gesangspart. Wie verschiedene Quellen behaupten, hatte Lennon die Mundharmonika auf Reisen in einem kleinen Musikladen in den Niederlanden geklaut. Die Band verwendete sie noch für andere ihrer frühen Lieder.

Johnny Cash, Orange Blossom Special (Orange Blossom Special, 1965)

Für seinen Song Orange Blossom Special hantierte Johnny Cash gleich mit zwei Mundharmonikas, zwischen denen er schnell wechselte. Damit konnte er insgesamt ein größeres Tonspektrum einbeziehen. Eingespielt hat der berühmte Countrybarde das Lied auf seinem 20. Studioalbum, das unter dem gleichen Titel 1965 veröffentlicht wurde. Es gibt einen Videomitschnitt eines besonderen Liveauftritts, bei dem Johnny Cash das Lied in San Quentin spielte. Es ist das älteste Gefängnis Kaliforniens und für besonders harte Haftbedingungen berüchtigt. Diesem Knast hat Cash ebenfalls ein Stück gewidmet, San Quentin. Er trat oft in US-Gefängnissen auf, viele der Inhaftierten sahen es offenbar gern.

Bob Dylan, Mr. Tambourine Man (Bringing it All Back Home, 1965)

Bei diesem Lied spielt der Singer-Songwriter Soloparts an der Mundharmonika. In Musikvideos von Liveauftritten aus der damaligen Zeit ist gut zu sehen, wie er das mit der Gitarre und der Mundharmonika gleichzeitig hinbekommt: Er verwendet dazu die bei Folkmusikern gern eingesetzte Halterung zum um den Hals hängen. Bringing it All Back Home wurde zu einem der Alben, für die Bob Dylan in den USA einen Platin Award einheimste. Mr. Tambourine Man ist bei Weitem nicht der einzige Song, bei dem die Mundharmonika mit im Rampenlicht stand. Einige spätere, erfolgreiche Lieder sind das unter anderem von der Band Guns n'Roses gecoverte Original von Knockin on Heavens Door (Pat Garrett & Billy The Kid, 1973) und Hurricane (Desire, 1976).

Led Zeppelin, Bring it on home (Harmonika: Robert Plant)(Led Zeppelin II, 1969)

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