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Making Of: Oberkrainer-Wohnzimmerkonzert

Viele Künstler wurden während der Quarantäne findig, wenn es um gemeinsame Musikvideos auf Distanz ging. Hier berichtet unser Autor Sandi Jug von einem originellen Oberkrainer-Online-Video mit fünf Musikern.

Text und Fotos: Sandi Jug

Seit einigen Jahren nutzen wir Musiker*innen als Solisten, Band, Orchester oder Ensemble Socialmedia-Plattformen wie zum Beispiel Facebook für Promotion, Portfolio und Präsentation. Längst ist Musikeralltag, dass Konzertmitschnitte, TV-Aufzeichnungen oder Homevideos, ob von Hobbyspieler oder Profi früher oder später auf YouTube landen. Hätte man uns beim ersten Log-in und der Registrierung auf diesen Portalen gesagt, es würde einmal die Alternative für Liveauftritte werden, wir hätten es nicht geglaubt.

Sicher hat die aktuelle Situation uns freischaffende Künstler vor neue Herausforderungen und Probleme gestellt und anfangs konnten wir uns mit verschobenen Konzerten und „#stay@home“-Postings wahrscheinlich noch vertrösten und abfinden. Recht bald stellte sich jedoch heraus, wie sehr wir das Auftreten, die Aufmerksamkeit des Publikums und des sozialen Umfeldes brauchen. Letztendlich war dies ja einer der Hauptbeweggründe, den Schritt zur Musik, ins Bühnenleben und ins Rampenlicht gewagt zu haben. Und dieses Defizit galt es zu kompensieren.

So wurden die ersten Challenges und Nominierungen auf Plattformen wie Facebook ins Leben gerufen. In Homevideos spielten wir im Alleingang unsere Lieblingslieder, je nach Genre gab es ganz verschiedene Themen. Nahezu jede Musikrichtung hatte ihre eigene Challenge und ihren eigenen Nominierungs-Radius. Für diese Wohnzimmerkonzerte gab es jede Menge Likes und Kommentare, Postings wurden öfter geteilt denn je. So sah er also aus, der „virtuelle Applaus“. Fürs erste dürfte dem Defizit der gewohnten Aufmerksamkeit also entgegen gewirkt worden sein. Wir erkannten aber recht bald, dass wir eines noch mehr vermissen: das gemeinsame Musizieren.

Wie alles begann...

Nachdem die meisten der auf Facebook präsenten Akkordeon- und Harmonikaspieler*innen bereits zu verschiedenen Mottos nominiert worden waren, folgten die ersten Nominierungen an Gitarristen, Bassisten und andere. Nahezu alle Musikinstrumente und Richtungen waren mal dran. Eine dieser Challenges begann auf dem Profil eines Bassisten aus der Oberkrainer-Szene in Slowenien. Mit dem Slogan „Spiel´ etwas von Slavko Avsenik“ hatte er seine Bariton-Kollegen dazu bewegt, einen Titel der Original Oberkrainer zu spielen. Nun wären drei Minuten „bop bop“ nicht sonderlich prickelnd für den Zuhörer, aber es ist der musikalische Part des Baritons. Da man seine Kollegen nicht nach Hause einladen durfte, um mitzuspielen, musste das Originalalbum als Hintergrund oder sozusagen als Halbplayback herhalten. Das wiederum fand einer der Nominees nicht spannend genug. Er wollte die Challenge mit der kompletten Besetzung und live bestreiten.

Das Team

Nejc Merc, Bariton

Marco Silgener, Gitarre

Sandi Jug, Akkordeon

Mario Stranger, Trompete

Thomas Hammerl, Klarinette

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