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In Sachen Sound : Musiker über ihre Erfahrungen mit HDSmusic

In Sachen Sound :

Musiker über ihre Erfahrungen mit HDSmusic

Abnahmeplatinen mit Mikrofonen ins Akkordeon oder die Harmonika einbauen, so mikrofoniert der Hersteller HDSmusic. Für das akkordeon magazin haben Musiker unterschiedlicher Stile uns ihre Erfahrungen mit diesen Tonabnehmern berichtet.

Text: Christina M. Bauer Fotos: HDSmusic, Daniel M. Eberhard, ­Jürgen Klieber, Sandi Jug, Johannes Sift, ­Magdalena Kaiser Antworttexte: Daniel M. Eberhard, Anne Harmsen, Sandi Jug, Johannes Sift, Günther Pentenrieder

Der bayerische Hersteller HDSmusic stattet Akkordeons und Harmonikas mit Mikrofonen aus. Wie Inhaber Franz Schmid betont, ist ihm und seinen Mitarbeitern dabei bei aller Elektronik der Erhalt eines weitgehend akustischen Klangs wichtig. „Wir wollen das Instrument zu einhundert Prozent so belassen, wie es der Instrumentenbauer entwickelt hat“, so Schmid in einem Gespräch mit dem akkordeon magazin. Inzwischen befasst sich Schmid, der selbst Musiker ist, seit mehr als zwei Jahrzehnten mit den Feinheiten von Tonabnahme und MIDI-​Technologie. Er hat früher in diesem Bereich mit dem österreichischen Unternehmen Limex gearbeitet, sich dann für eigene Weiterentwicklungen in Sachen Sound entschieden. Heute ist sein Unternehmen HDSmusic in dem kleinen Ort Fuchstal in Bayern angesiedelt. Es bietet Systeme an, die in Form von Abnahmeplatinen direkt in Diskantteil und Bassseite eines Akkordeons oder einer Harmonika eingebaut werden. Sie sind daher so gut wie nicht sichtbar und die beiden Seiten können gleichermaßen verstärkt werden. Die Diskant-Mikrofonstreifen weisen 7 freischwingende Kapseln auf. Je nach Bedarf können bis zu 2 Streifen (14 Kapseln) verbaut werden. Für den Bass sind 2 Kapseln je Mikrofonstreifen vorgesehen. Der abgenommene Sound wird über Kabel weitergegeben, ein Funksystem ist ebenfalls möglich. Durch einen Balanceregler können Anwender steuern, wie laut oder leise Bass und Diskant jeweils verstärkt werden sollen. Es ist also bei Bedarf eine Betonung von Bass oder von Diskant möglich. Außerdem kann das Tonabnahmesystem je nach Bedarf ein- und ausgeschaltet werden, so dass weiterhin komplett akustisch und unverstärkt gespielt werden kann.

Schmid und Mitarbeiter haben zusätzlich eine MIDI-​Schnittstelle entwickelt, die in Akkordeon oder Harmonika eingebaut werden kann. Sie soll das Arbeiten mit MIDI-​Geräten ermöglichen, je nach Bedarf. An die Schnittstelle können Anwender beispielsweise ein Soundmodul anschließen. Es sind die unterschiedlichsten klanglichen Veränderungen oder Erweiterungen möglich. Wie Schmid berichtet, wird das Angebot von vielen Musikern gern wahrgenommen. Manche lassen Mikrofone einbauen, andere eine MIDI-​Schnittstelle, nicht wenige gleich beides. Ein Großteil der Käufer stammt aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, außerdem aus der Balkanregion, Italien, Belgien, Frankreich, den Niederlanden und Tschechien. Damit sind die Produkte in weiten Teilen Europas nachgefragt. Nicht jeder fährt für einen Mikrofoneinbau eigens nach Bayern. Ein großer Teil der Akkordeons reist also per Paket an und mit Mikrofon wieder ab. Für diejenigen, die lieber persönlich die Werkstatt besuchen wollen, ist auch das meist kein allzu langer Aufenthalt. Der Einbau eines Mikrofonsystems ist normalerweise in etwa zwei Stunden erledigt. Es gibt bei den Anwendern Profimusiker, Bands und Hobbyspieler aus Volksmusik, Pop, Jazz, Klassik, Soul, Rock und anderen Richtungen. Eine eigene sogenannte Orchesterline wird nun seit acht Jahren für die in Deutschland weit verbreiteten Akkordeonorchester angeboten. So wurde etwa eine spezielle Mikrofonierung für Orchesterbässe entwickelt, die den Bass im Diskantteil haben.

Um den Einsatz der Mikrofone aus verschiedenen Perspektiven noch etwas genauer anzuschauen, haben wir Musiker verschiedener Stile nach ihren Erfahrungen im Alltag auf der Bühne und im Studio gefragt.

Daniel Mark Eberhard

Daniel Mark Eberhard spielt als Musiker unterschiedliche Stile von Blues und Jazz über Pop und Rock bis Weltmusik, Klassik und Crossover. Er hat mit Künstlern wie Jacques Loussier, Bobby Shew, Chico Freeman, Claus Reichstaller, Harald Rüschenbaum und Jörg Widmoser zusammengearbeitet. Seine Musik ist auf über 40 CD- und DVD-​Produktionen zu hören. Seit 2015 ist er Professor für Musikpädagogik und Musikdidaktik an der Katholischen Universität Eichstätt-​Ingolstadt.

Daniel Eberhard über HDSmusic:

„Als Hohner-​Endorsement-​Artist bin ich mit meiner Morino und dem darin eingebauten HDSmicro-​System sehr viel unterwegs. Ich möchte hiermit mein ausdrückliches Lob für die hohe Produktqualität aussprechen, da ich damit auf größeren Bühnen unter akustisch schwierigen Bedingungen und auf kleineren Clubbühnen gleichermaßen einen klaren, natürlichen und gut hörbaren Akkordeonsound erzielen kann. Das System von HDS ist klanglich und im Hinblick auf Robustheit hervorragend konzipiert und gewährleistet eine zuverlässige Abnahme, auch unter ungünstigen Bedingungen. Wenn sich bei Konzerten für Tontechniker die Abnahme eines Akkordeons als schwierig erweist, können nach meiner Erfahrung die Anforderung einer DI-​Box und die Mittenstellung sämtlicher Equalizer-​Regler (ggf. mit kleinen Nachkorrekturen) das Problem lösen.“

Anne Harmsen

Anne Harmsen alias The Cat’s Back ist seit Jahrzehnten als Musikerin unterwegs. Sie begleitet ihre Songs großenteils am Akkordeon. Zusätzlich bezieht sie teilweise Loopstation, elektronisches Schlagzeug, Cello oder Klavier in ihre Auftritte ein. Ihr Repertoire beinhaltet Blues, Folk, Gypsy, Rock und Balladen. Neben Covers bekannter Stücke singt sie eigene Songs in verschiedenen Sprachen.

Anne Harmsen über HDSmusic:

„Mein Akkordeon ist ein Cantonelli, in das ich Mikros von HDSmusic habe einbauen lassen. Das Spielen mit dieser Verstärkung gefällt mir besser als das Spielen ohne. Ich mag es, wenn die Akkordeonbässe brummen, sie sind sozusagen der Teppich für meine Musik. Am Diskant spiele ich meistens eine zweite Stimme zu meiner Gesangsstimme oder ergänze rhythmische Akzente. Ein wenig schade an dem Mikro ist nur, dass das Kabel des Adapters etwas dünn ist. Im Bühnenalltag gehen solche Kabel relativ schnell kaputt. Das ließe sich eventuell noch verbessern. Es gibt zwar von verschiedenen Herstellern kabellose Produkte, aber davon bin ich persönlich kein Fan. Ich habe schon oft Probleme mit kabellosen Mikros für Gesang gehabt, und das auch mit guten und teuren Marken. Ausserdem, wenn dann wieder die Frequenzen geändert werden, kann man die teuren Produkte wegschmeissen.“

Weiter ... mit Sandi Jug, Johannes Sift, Günther Pentenrieder

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