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Trio Zeller-​Melchior-​Pedrozo  

Johann Zeller

Trio Zeller-​Melchior-​Pedrozo  

Interview/Text: Christina M. Bauer Foto: K. Borchert & A. Pfluger

Der bayerische Musiker Johann Zeller aus dem Allgäu lernte früh Trommel, Flügelhorn und Keyboard. Nach der Entscheidung für Musik als Beruf besuchte er zunächst die Berufsfachschule für Musik in Krumbach und studierte dann am Richard-​Strauss-​Konservatorium in München (heute: Hochschule für Musik und Theater). Der Akkordeonist schreibt eigene Musik und ist als Akkordeonlehrer tätig. Er arbeitete mit Künstlern wie Martina Eisenreich, Monika Drasch und Franz Benton. Zu seinen eigenen Ensembles zählen Duos mit Violinistin Marie-​Josefin Melchior und Harfenist Kiko Pedrozo aus Paraguay sowie ein Trio mit beiden. Gemeinsam kombinieren die Musiker Elemente und Einflüsse aus vielen Richtungen, etwa aus bayerischer Tradition, Musette, Couplets, lateinamerikanischer und russischer Musik.

Johann Zeller über das Trio Zeller-​Melchior-​Pedrozo:

  • Du hättet alles tun und auch alles spielen können, warum Akkordeon?

Als fünfjähriger Bub hatte ich ein Spielzeugakkordeon aus Plastik und es hat mich brennend interessiert, wie so ein Instrument funktioniert. Deshalb baute ich es auseinander, was es leider nicht überlebte. Ich bekam anschließend zu Weihnachten ein richtiges Akkordeon samt Unterricht. Und so kam ich mit der Zeit auf den Geschmack und entdeckte die Liebe zu einem in jeder Hinsicht vollständig klingenden Instrument, dem Akkordeon.

  • Was bedeutet das Akkordeon in der Musik deiner Duos und des Trios mit Marie-​Josefin Melchior und Kiko Pedrozo?

Wie in vielen Musikgruppen bietet auch bei uns das Akkordeon zunächst ein harmonisches Fundament, auf dem zum Beispiel die Violine einen passenden Platz für Melodien und Improvisationen findet. Ansonsten sind wir alle drei gleichberechtigte, individuelle Solisten und „Bauchmusiker“, deren Musik achtsam im Moment mit den Mitmusikern verschmilzt.

  • Wie entsteht euer musikalischer Stilmix?

Die meisten Stücke stammen aus eigener Feder, die anderen geraten uns meistens ins Ohr.

  • Wie nah dran an oder weit weg von deiner eigenen musikalischen Sozialisation ist diese Mischung?

Die Mischung ist sehr nah an meinem Leben. Sie ist das Produkt von vielen musikalischen Erlebnissen und Erfahrungen: Unter anderem war ich viele Jahre Flügelhornist einer echt bayerischen Tanzlmusi, dann spielte ich einige Zeit Keyboard in einer Allgäuer Partyband, machte brav eine Handwerkslehre und mein Musikstudium am Konservatorium, spielte in einem Tango Sextett mit einer argentinischen Sängerin und war mit einem Singer-​Songwriter auf Deutschlandtour. So hat jeder Mensch seine eigene Musik in sich.

  • Perspektivisch: Könnten in einigen Jahren noch völlig andere stilistische Einflüsse dazukommen?

Darüber habe ich noch nicht nachgedacht, aber in der Musik und im Leben ist alles möglich.

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