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Herbert Pixner „Musik hat einen anderen Stellenwert“

Herbert Pixner

„Musik hat einen anderen Stellenwert“

Steile Kontraste, farbige Facetten, muntere Dynamik – Herbert Pixners Musik ist so wechselhaft wie seine Biografie. Der drahtige Südtiroler aus dem malerischen Passeiertal hat getischlert und ein Musikstudium fast komplett absolviert, er zog los, um in Bars zu musizieren, oder ganze Sommer viehhütend als Senner auf der Alm zu verbringen. Jetzt spielt er mit Ensembles wie dem Herbert Pixner Projekt oder der 2018 formierten Italo Connection eine Art bluesig-​jazzigen Volksmusikrock, großenteils selbst komponiert. Sein Hauptinstrument ist die Steirische Harmonika. Die war bereits auf dem Berg zu hören, im Konzertsaal, und zuletzt mit den Berliner Symphonikern. Ab August feiert das Herbert Pixner Projekt sein 15-​jähriges Jubiläum – natürlich mit einer Tournee.

Text: Christina M. Bauer Fotos: Christina M. Bauer, Sepp Pixner, Bernd Scholkemper, Archiv Herbert Pixner.

Auf in neue musikalische Gefilde, so ließe sich womöglich Herbert Pixners Devise formulieren. Das Herbert Pixner Projekt und die relativ junge Italo Connection sind die zwei Combos, mit denen der Südtiroler heutzutage am meisten unterwegs ist. Mit der Italo Connection konzertiert er Mitte Februar in der Münchner Muffathalle. Drei Stunden vor dem Konzert gibt er im Künstlerbereich aktuelle Einblicke in sein Leben mit der Musik. Der Multiinstrumentalist (Steirische Harmonika, Trompete, Klarinette, Percussion) klingt wie ein Südtiroler, wenn er redet. Wenn er spielt, klingt er manchmal zwar ebenfalls wie ein Südtiroler, der die heimische Folklore kennt, meist allerdings wie einer, der sich außerdem mit Blues, Jazz, Rock und anderen Richtungen auseinandergesetzt hat. Im vor 15 Jahren initiierten Herbert Pixner Projekt mischen seine Schwester Heidi Pixner an der Harfe, Gitarrist Manuel Randi und Bassist Werner Unterlercher mit. Für ihre Musik haben die vier inzwischen mehrere Gold und Platin Awards eingeheimst, unter anderem für die Alben „Summer“ und „Volksmusik“. Bei der Italo Connection ist Gitarrist Manuel Randi dabei, außerdem Keyboarder Alex Trebo, Percussionist Max Castlunger, Schlagzeuger Mario Punzi, Saxofonist Martl Resch und ­Bassist Marco Stagni.

Das Herbert Pixner Projekt ­besteht zur Hälfte aus deiner Schwester Heidi und dir. Ihr seid insgesamt sechs Geschwister. Wie ist es denn bei den anderen mit der Musik?

Beruflich gespielt haben immer nur Heidi und ich.

Warum ist das so?

Das weiß ich nicht genau, es hat wohl einfach jeder seine Qualitäten und Talente.

Ihr wart anfangs alle im regionalen Musikverein. Du hast verschiedene Musikinstrumente gelernt. Harmonika ist das Hauptinstrument, oder?

Die Leute kennen mich halt vor allem als Steirischen Harmonikaspieler. Mein erstes Musikinstrument war Klarinette, und nachher sind Blechblasinstrumente dazugekommen, sozusagen als Autodidakt.

Ich hab vorhin auf der Bühne etwas davon gesehen, da stehen zwei Steirische Harmonikas, Flügelhorn, Trompeten, und eine Klarinette. Das brauchst heute beim Konzert alles?

Genau.

Da hast du einiges zu schleppen, von der Logistik her.

Stimmt. Wenn Schlagzeuger jammern, dass sie viel zu schleppen haben, kann ich sagen, ich hab gleich viel (lacht).

Welche Steirischen Harmonikas sind das?

Eine ist auf B-​Es-​As-​Des gestimmt, die zweite auf C-​F-​B-​Es. Die brauche ich für unterschiedliche Tonarten.

Du schreibst einen großen Teil deiner Musik selbst.

Genau, vor allem im Herbert Pixner Projekt. Da schreibe ich die Stücke, seit es diese Band gibt.

Wie ist es bei der Italo Connection?

Da nehmen wir teilweise Stücke vom Projekt, welche von Manu, von unserem Bassisten oder Keyboarder. Manchmal gibt es schrullige Coverversionen von anderen Songs. Das sind oft so italienische Undergroundstücke.

Du hast seit fünf Jahren dein eigenes Label, Three Saints Records. In einem Interview hast du gesagt, dir ist wichtig, dass ihr eure Musik spielen könnt, ohne große Vorgaben. War das der Hauptgrund fürs Label?

Es gab verschiedene Gründe. Es ist heute so, was will ein Label groß tun. Wir haben sowieso immer alles selbst gemacht. Da können wir diese Arbeit gleich mit übernehmen. So hat es sich entwickelt, dass Freunde auf uns zukamen, und fragten, ob wir weiterhelfen können, vor allem bei der Verbreitung ihrer Alben und ihrer Musik. Inzwischen haben wir zwei dutzend Bands im Portfolio.

Woher sind sie?

Sie sind aus Südtirol, Bayern und Österreich.

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